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Wachtel

Lebensraum

Geeigneter Lebensraum im Flachland

Geeigneter Lebensraum im Flachland
Foto: © Markus Jenny

Die Wachtel bewohnt offene krautige Lebensräume wie Mähwiesen, Weiden und kultivierte Felder (v.a. Getreidefelder).

Die Brutvögel bewohnen insbesondere das Mittelland und die Lagen bis auf 1200 m ü.M. Darüber ist die Wachtel weniger häufig und unregelmässiger, aber Vorkommen bis auf 1800 m sind keine Ausnahmen.

 

Brutbiologische Hinweise

Die Wachtel führt im Schutz der Vegetation ein mysteriöses Leben und der Lebenszyklus ist komplex. So können im Frühling in Nordafrika geborene Jungvögel einen Zwischenzug nach Europa unternehmen und sich dort noch im Geburtsjahr fortpflanzen. Die Bestände in Europa schwanken daher von Jahr zu Jahr stark.

Geeigneter Lebensraum in den Bergen

Geeigneter Lebensraum in den Bergen
Foto: © Mathis Müller

Ihre Anwesenheit verrät die Wachtel nur durch ihren Gesang. Die Bestandsschätzung erfolgt über die Zählung der anwesenden Sänger, was allerdings kein sehr guter Hinweis der Reproduktionsrate ist.

Die Wachtel kommt manchmal in Gruppen an, was lokale Konzentrationen erzeugt. Ihre räumliche Verteilung ist daher sehr ungleichmässig. Es gibt Kerngebiete, die sich über die Jahre durch eine grosse Stabilität auszeichnen. Diese Gebiete können sich über einen Teil eines Tals erstrecken, eher als auf das ganze Tal. So sind in diesen Gebieten auch in schlechten Wachteljahren einige Sänger zu vernehmen.

Die Wachtelhähne singen zu jeder Tages- und Nachtstunde, aber die Gesangsaktivität ist besonders hoch in der Morgendämmerung und zu einem gewissen Grad auch bei Einbruch der Dunkelheit. Zu Beginn des Morgens singt nur noch ein Teil der Männchen, die in der Morgendämmerung zu hören waren.

Beobachtungshinweise

Die Wachtel verhält sich heimlich und ist nur selten offen zu sehen

Die Wachtel verhält sich heimlich und ist nur selten offen zu sehen
Foto: © Markus Jenny

Am ehesten lässt sich die Wachtel finden, indem man die Gebiete in der Stunde vor dem Sonnenaufgang auf den Gesang kontrolliert, und nur in dieser Stunde! Vorher und nachher ist die Gesangsaktivität niedriger. Da die Sänger sehr mobil sein können und dadurch die Gesangsintensität stark variieren kann, ist bei der Schätzung der Sänger auf einer kleinen Fläche Vorsicht geboten. Von einem nächtlichen Aussichtspunkt aus die Maximalzahl der Sänger zu bestimmen, ergibt eine bessere Bestandsschätzung. Der Gesang ist problemlos auf eine Entfernung von 500 m zu vernehmen, manchmal mehr.

Die Wachtel meidet Regen und feuchten Nebel und sie ist kälteempfindlich. Ab April sind die ersten Sänger dort zu hören, wo die Vegetation schon etwas gewachsen ist. Die Gesangsaktivität verstärkt sich zwischen Mai und Mitte Juni. Danach sinkt sie wieder ab.

Damit eine Meldung der Wachtel für den Atlas zählt, muss sie ab dem 1. Mai erfolgt sein. Aprilbeobachtungen sollten daher wenn möglich ab Mai bestätigt werden.

Stimme

Der Gesang der Wachtel ist hier zu hören. Weitere Beispiele finden sich auf xeno-canto.org.

Kontaktadressen

Für spezielle Fragen zur Wachtel können Sie Markus Jenny per E-Mail oder telefonisch (041 462 97 69) kontaktieren. Für Fragen zum Atlas können Sie sich ans Atlasteam wenden.