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Uferschwalbe

Verbreitung und Lebensraum

Uferschwalbe im Flug

Uferschwalbe im Flug
Foto: © Dinah Saluz

Die Verbreitung der Uferschwalbe hängt stark von der Verfügbarkeit geeigneter Niststellen ab und zieht sich als breites Band durch das Mittelland. Die Brutplätze liegen zum grössten Teil zwischen 300 und 600 m ü.M.

Die Uferschwalbe brütet in Kolonien von zehn bis mehreren hundert oder mehr Paaren. Sie baut ihre Brutröhren in senkrechten, vegetationsfreien Steilwänden mit einer Höhe ab rund 3 m. Solche Stellen fand sie früher in frischen Anrissen an Prallhängen von Flussufern. Infolge weitgehender Verbauung und Begradigung der Flüsse ist die Art in der Schweiz auf Kiesgruben als Ersatzhabitate angewiesen. Neuerdings brütet die Uferschwalbe auch in freistehenden, speziell für die Uferschwalbe errichteten Sandschüttungen. Ausnahmsweise werden Röhren auch in frisch angerissenen Kies- oder Sandhaufen angelegt.

Erfassung der Kolonien

Uferschwalben vor ihren Bruthöhlen

Uferschwalben vor ihren Bruthöhlen
Foto: © Dinah Saluz

Die Uferschwalben sind meist zwischen Mitte April und Ende September in den Kolonien anzutreffen. Eine erste Kontrolle im Juni oder Juli gibt einen ersten Hinweis auf die Besetzung des Standorts und die Grösse der Kolonie.

Die Zahl der Brutpaare einer Kolonie ist wesentlich geringer als die Zahl der beflogenen Röhren, die in der Regel noch im Laufe einer Brutsaison steigt. Zwischen dem 1. und 25. August lässt sich die maximale Röhrenzahl feststellen. Die eigentliche Kontrolle für die Bestandserfassung muss daher in diesem Zeitraum erfolgen. Dabei werden alle Röhren“ erfasst, d.h. jede von Uferschwalben gegrabene Vertiefung von mehr als 5 cm Tiefe (und einem Durchmesser von etwa 4 cm) mit einem deutlichen Schattenwurf.

Falls keine Uferschwalben anwesend sind: Deuten Spuren (Abnützung der Röhreneingänge, Kot, Eierschalen, Federn) oder Informationen von Grubenarbeitern auf eine Besiedlung hin?

Datenerfassung von Kolonien

Eine besiedelte Sandschüttung im Zürcher Unterland

Eine besiedelte Sandschüttung im Zürcher Unterland
Foto: © SVS/BirdLife Schweiz

Bei einer gefundenen Kolonie sollen Sie sich den genauen Standort notieren (für punktgenaues Melden). In ornitho.ch öffnet sich ein spezielles Koloniebrütermodul, sobald eine Uferschwalbenmeldung mit einem Atlascode von mindestens 4 gemacht wird (ausser die Meldung stammt von einem Tagesblatt). Hier können Sie die detaillierten Angaben zur Kolonie erfassen. Bitte geben Sie die Zahl der erfassten „Röhren“ unbedingt in den Bemerkungen an. Machen Sie wenn möglich weitere Angaben zur Kolonie wie den Grubentyp und den Zustand der Grube.

Wenn ein ehemaliger Koloniestandort in einem Jahr nicht besetzt ist, können Sie dies mit dem Atlascode 99 (= Art trotz Beobachtungsgängen nicht festgestellt) erfassen. Bitte machen Sie auch in diesem Fall eine entsprechende Bemerkung (z.B. „Standort nicht besiedelt, da Grube aufgefüllt wird“).

Kontaktadressen

Für spezielle Fragen zur Mehlschwalbe können Sie Christoph Vogel-Baumann per E-Mail oder telefonisch (041 462 97 54) kontaktieren. Für Fragen zum Atlas können Sie sich ans Atlasteam wenden.