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Zeitige Schneeschmelze und Erfassung der Gewässerarten (08.05.2015)

Wendehals

Wendehals
Foto: © Rien van Wijk

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Schneeschmelze schreitet dieses Jahr deutlich zügiger vorwärts als noch in den letzten beiden Jahren. Daher können mit der fortschreitenden Ausaperung zunehmend auch die höheren Lagen kartiert werden. So sind südexponierte Hänge stellenweise bereits bis gegen 2200 m schneefrei. Am besten konsultieren Sie vor dem ersten Rundgang installierte Webcams der Region. Hüttenwarte in der Umgebung sind ebenfalls eine gute Auskunftsstelle. Nachfragen können Sie auch bei der Gemeindekanzlei. Wie gewohnt erhalten Sie anbei die Wetterprognose mit den Vorhersagen fürs Wochenende.

Aufgrund der starken Niederschläge in den vergangenen Tagen ist der Pegelstand vieler Seen auf einem Rekordniveau. Viele Nester von Wasservögeln wurden überschwemmt, auch zahlreiche von Höckerschwan, Haubentaucher und Mittelmeermöwe, teilweise auch von Gänsesäger und Eisvogel. Ursprünglich war für diese Arten der Schwerpunkterfassung ein Termin Mitte Mai vorgegeben. Besser als Mitte Mai zählen Sie diese fünf Gewässerarten nun wohl besser Ende Mai oder Anfang Juni, wenn der Pegelstand wieder zurückgegangen ist und die Arten teilweise mit Ersatzbruten begonnen haben. Diese Zählung können Sie auch am Nachmittag oder Abend machen, so dass Sie keinen Morgen opfern müssen, der für die Kartierung hätte genutzt werden können. Nehmen Sie sich vor der Erfassung bitte 10 min Zeit, um die die entsprechende Anleitung auf unserer Website zu studieren.

Ab dem 10. Mai können folgende Arten für den Brutvogelatlas gezählt werden: Zwergohreule, Ziegenmelker, Gartengrasmücke, Klappergrasmücke, Dorngrasmücke, Grauschnäpper und Pirol. Bei diesen Arten wird nun bei sämtlichen Meldungen der Atlascode automatisch verlangt. Bitte geben Sie immer den höchstmöglichen Atlascode an. Zudem sind wir Ihnen dankbar, wenn Sie seltene Arten und Koloniebrüter immer möglichst punktgenau melden. Erläuterungen zum punktgenauen Melden finden Sie hier oder auf YouTube.

Momentan ist der Zeitpunkt günstig für die Suche von folgenden Arten (Auswahl):

  • Die Balz der Waldschnepfe dauert derzeit an guten Stellen von 20.25 bis 22.10 Uhr. Setzen Sie sich etwa 45 min vor Beginn der Dunkelheit an einen Waldrand, an den Rand einer Lichtung oder einer Sturmschadenfläche. Dann heisst es horchen und aufmerksam spähen. Mögliche Stellen für die Waldschnepfe können Sie der Potenzialkarte entnehmen, die Sie für Ihr Atlasquadrat unter den „Atlasdokumenten“ auf ornitho.ch finden. Damit ist ersichtlich, wo die Art anhand eines Expertenmodells am ehesten geeignete Lebensräume vorfindet. Besonders in den Kantonen Wallis, Tessin, Uri und Graubünden sollen in diesem Jahr balzende Waldschnepfen erfasst werden, damit wir in diesen Regionen die wirkliche Verbreitung besser kennen.
  • Der Wendehals bewohnt Parks, Gärten, Hochstamm-Obstgärten, Feldgehölze und lockere Wäldern in sonnigen, warmen Lagen. Männchen und Weibchen rufen oft im Duett, besonders am Vormittag. Der Bettelruf der Jungvögel ist ein sehr typisches, zirpendes oder läutendes „Wiwiwiwiwiwiwi“, das weithin hörbar ist und im Verlauf der Saison immer lauter wird.
  • Der Kernbeisser ist dieses Jahr überdurchschnittlich häufig anzutreffen. Wenn diese Art in Ihrem Atlasquadrat noch fehlen sollte, ist es angezeigt, demnächst die geeigneten Gebiete aufzusuchen (Laub- und Mischwälder sowie Parks). Der Gesang ist leise und leicht zu überhören. Der typische, harte Ruf „zziik“ ist bei der Arterfassung sehr hilfreich.

Wir wünschen Ihnen schöne Entdeckungen und erfolgreiche Exkursionen!