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Anleitung zum Erfassen von Brutkolonien und Nestern der Saatkrähe

Die Saatkrähe breitet sich in der Schweiz seit einigen Jahren aus. Damit die Resultate unserer jährlichen Zählungen vergleichbar bleiben, bitten wir Sie, die Kolonien genau nach folgender Anleitung zu erfassen, sich den exakten Ort zu merken sowie allenfalls Bemerkungen zu Eingriffen in die Kolonien, zu den besiedelten Baumarten etc. festzuhalten. Sie sollten via ornitho.ch melden und dort das spezielle Koloniebrüterformular ausfüllen. Dieses erscheint, sobald eine Saatkrähenmeldung mit einem Atlascode von mindestens 4 gemacht wird (ausser die Meldung stammt von einem Tagesblatt).

Zeitpunkt der Zählung

Saatkrähe im Flug

Saatkrähe im Flug
Foto: © Jean-Paul Luthi

Wir empfehlen, ab Mitte März bis Anfang April eine bis zwei Zählungen durchzuführen. Das vermittelt einen Eindruck von der grossen Dynamik in und zwischen verschiedenen Kolonien und erlaubt es, den optimalen Termin für eine verlässliche Zählung zu wählen. Die Nesterzahl ändert sich im Verlauf der Nistphase. Nistmaterial von Nestern, welche aufgegeben werden, wird oft von Artgenossen gestohlen. Material-Diebstahl geschieht aber auch an besetzten Horsten, wenn das Brutpaar vorübergehend abwesend ist.

Die eigentliche Zählung, aus welcher der Brutbestand ermittelt wird, erfolgt etwa zwischen dem 15. und 30. April. Beachten Sie aber, dass bei milden Temperaturen der Laubaustrieb früher erfolgen kann, was eine genaue Zählung erschwert oder verunmöglicht. In diesem Fall empfehlen wir, die Zählung eher etwas vorzeitig durchzuführen.

Bei der Zählung in der zweiten Aprilhälfte sollen nach Möglichkeit alle besetzten Nester erhoben werden. Nicht erfasst werden Nester, welche durchsichtig, nicht fertig gebaut oder schütter sind sowie Nestanfänge und Spielnester. Nester auf Nadelbäumen sind schlecht erkennbar. Schätzen Sie die Zahl anhand anwesender Altvögel oder warten Sie Fütterungen ab.

Abgrenzung der einzelnen Kolonien

Saatkrähe am Nest

Saatkrähe am Nest
Foto: © Karl Weber-Sacher

Verschiedene Nester in einem Gehölz mit einem Abstand von bis zu 400 m sollen als eine Kolonie erfasst werden. Sind Nester in verschiedenen Gehölzen angelegt, sollen sie gesondert als eigene Kolonien bezeichnet und in ornitho.ch als punktgenaue Lokalisierung eingegeben werden. Im Siedlungsgebiet sollen Nestansammlungen in verschiedenen Strassenzügen unabhängig von deren Abstand als Kolonien unterteilt und nach den Strassennamen bezeichnet werden. Bei der Kontrolle bereits bekannter Kolonien orientiert man sich am Vorgehen früherer Jahre.

 

Bemerkungen

Wenn Sie Störungen wie Holzschlag, Pflegeschnitte, Vergrämungsaktionen und Ähnliches festgestellt haben oder vermuten, notieren Sie das bitte in den Bemerkungen. Bei Brutabbrüchen und verlassenen Kolonien notieren Sie nach Möglichkeit die Zahl der zuletzt festgestellten Nester und schreiben Sie „Brutabbruch“ in die Bemerkungen.

Kontaktadressen

Für spezielle Fragen zur Saatkrähe können Sie Christoph Vogel-Baumann per E-Mail oder telefonisch (041 462 97 54) kontaktieren. Für Fragen zum Atlas können Sie sich ans Atlasteam wenden.