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Rückblick auf die dritte Feldsaison (07.09.2015)

Eisvogel

Eisvogel
Foto: © Rudolf Aeschlimann

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die dritte Feldsaison für den neuen Brutvogelatlas ist abgeschlossen. Das Fazit ist überaus positiv: Erfreulicherweise wurden in diesem Jahr gegen 850 Kilometerquadrate (1 x 1 km) kartiert. In zahlreichen Atlasquadraten (10 x 10 km) konnten die Kartierungen damit in diesem Jahr abgeschlossen werden – mit Ausnahme der MHB/BDM-Aufnahmen. Wir arbeiten zurzeit an den Kontrollen der Kartierungsergebnisse. Da diese Kontrollen aber zeitaufwändig sind, bitten wir um Verständnis, wenn Sie die Rückmeldung trotz termingerechtem Abschluss unter Umständen erst in ein paar Wochen erhalten werden. Sollten Sie die Feldkarten noch nicht eingeschickt oder die Auswertungen noch nicht abgeschlossen haben, sind wir Ihnen um einen baldigen Abschluss dankbar.

Auch die Artensuche ging überall weiter, so dass die Artenbilanz verglichen mit dem Atlas 1993–1996 nur noch in knapp 50 Atlasquadraten deutlich negativ ist. Zu den zahlreichen Highlights der dritten Saison zählen der erste Brutnachweis des Grünlaubsängers in der Schweiz, der zweite Brutnachweis des Schlangenadlers im Wallis sowie Bruten oder Brutversuche von Krickente, Mornellregenpfeifer, Küstenseeschwalbe, Zistensänger, Seidensänger und Schilfrohrsänger.

Viel Engagement würden auch den beiden Schwerpunkten gewidmet: Höckerschwan, Gänsesäger, Haubentaucher, Mittelmeermöwe und Eisvogel sollten in der Brutzeit 2015 an allen Flüssen und Seen detailliert erhoben werden. Ursprünglich war für diese Schwerpunkterfassung ein Termin Mitte Mai vorgesehen. Wegen der rekordhohen Wasserstände wurden die Zählungen in vielen Gebieten auf Ende Mai und Anfang Juni verschoben. Wir sind derzeit an der Datenauswertung und werden zu einem späteren Zeitpunkt über die Resultate informieren. Bei der Waldschnepfe galt es, besonders in den Kantonen Wallis, Tessin, Uri und Graubünden, balzende Männchen zu erfassen, damit wir in diesen Regionen die Verbreitung besser kennen. Diese Erfassung schlug sich auch in der Verbreitungskarte nieder: Vor allem im Jura und entlang der westlichen Alpen gelangen zahlreiche Bestätigungen und Entdeckungen von neuen Vorkommen, zu einem geringeren Teil auch in den östlichen Voralpen, in Graubünden, im Tessin und im Wallis.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns einmal mehr für den tollen und unermüdlichen Einsatz bedanken, sei es bei Wind und Wetter draussen für Kartierungen und Artensuche, sei es für die Dateneingabe zuhause. Wir hoffen, dass viele Mitarbeitende auch manche unvergessliche Beobachtung machen konnten!