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Melden von indirekten Nachweisen (14.05.2013)

Gewölle eines Graureihers

Gewölle eines Graureihers
Foto: © Niklaus Zbinden

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Indirekte Nachweise (z.B. Spuren, Federn, Kot, Gewölle/Speiballen) können wertvolle Hinweise auf die Anwesenheit einer Art geben. Sie können jedoch auch tückisch sein und zu Fehlschlüssen verleiten. Deshalb sollen nur ganz sichere, frische Hinweise erfasst werden. Hackspuren von Spechten oder Federn gehören nicht dazu: Die Spuren der Spechte erlauben in der Regel keine sichere Artbestimmung (ausser beim Schwarzspecht) und Federn können vom Wind verfrachtet worden sein. Winterkot, nicht eindeutige Spechthöhlen, Federn in Gewöllen oder bei Rupfungen sowie die Reaktion von Meisen auf den Ruf des Sperlingskauzes zählen ebenfalls nicht zu den sicheren Hinweisen.

Unter den Gewöllen sind nur jene der Schleiereule wirklich typisch. Die Erfahrung zeigt, dass Gewölle schwierig zu bestimmen sind und es die Einschätzung von Spezialisten braucht. Auch der Kot von Hühnervögeln ist in der Regel nicht charakteristisch für eine bestimmte Art. Und schliesslich muss man bei Mauserfedern vorsichtig sein, wenn sie an aussergewöhnlichen Orten gefunden werden. Die Vorgehensweise beim Melden von indirekten Nachweisen ist also „Vorsicht und gesunder Menschenverstand“.

Indirekte Nachweise sollen eingesammelt und aufbewahrt oder mit einem Massstab (!) fotografiert werden. Wenn Sie bei der Bestimmung nicht sicher sind, können Sie uns die Bilder oder das Material zur Beurteilung per E-Mail oder per Post an folgende Adresse senden: Schweizerische Vogelwarte, Atlas, 6204 Sempach. In besonders kritischen Fällen werden wir Sie auch um die Einsendung der Belege bitten.

Bei indirekten Nachweisen kann die Anzahl der Vögel nicht angegeben werden, weil diese selbst nicht gesehen worden sind. Solche Nachweise sollen daher nicht mit den Zahlen 0 oder 1 erfasst werden, sondern mit der Option „Art anwesend“ (bzw. „nicht gezählt“, so dass ein „x“ im Feld für die Anzahl erscheint). Bitte machen Sie bei sämtlichen Meldungen ausführliche Bemerkungen und fügen Sie die Belegfotos an. Wichtig ist, dass Sie während der Brutzeit einen Atlascode setzen (in der Regel Atlascode 2).

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre aktive Mitarbeit!

Mit besten Grüssen, Peter Knaus und Sylvain Antoniazza

PS: Seit dem 10. Mai können folgende Arten für den Atlas nachgewiesen werden: Zwergohreule, Ziegenmelker, Gartengrasmücke, Klappergrasmücke, Dorngrasmücke, Grauschnäpper, Pirol. Ab dem 15. Mai können weitere Arten gezählt werden: Wespenbussard, Baumfalke, Kleines Sumpfhuhn, Zwergsumpfhuhn, Turteltaube, Rotsterniges Blaukehlchen, Feldschwirl, Schlagschwirl, Drosselrohrsänger, Gelbspötter, Orpheusspötter, Neuntöter und Ortolan.