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Mehlschwalbe

Lebensweise

Mehlschwalbe

Mehlschwalbe
Foto: © Dinah Saluz

Die Mehlschwalbe brütet wie der Mauersegler vor allem in Siedlungen und wird seit 2010 auf der Roten Liste der bedrohten Arten als potenziell gefährdet eingestuft. Sie leidet unter einem Mangel an geeigneten Brutplätzen und Nistmaterial. Zudem sinkt die Toleranz von Mietern und Hauseigentümern gegenüber Nestern und Kot von Mehlschwalben, besonders bei Neubauten oder frisch renovierten Fassaden. Häufig werden Nester mutwillig zerstört, obwohl dies illegal ist.

 

Beobachtungshinweise

Bei besetzten Nestern herrscht meist viel Betrieb

Bei besetzten Nestern herrscht meist viel Betrieb
Foto: © Alain Georgy

Um Mehlschwalbe und Mauersegler besser schützen zu können, ist es vor allem wichtig, die Standorte der grösseren Kolonien zu kennen. Paradoxerweise liegen zurzeit nicht genügend Daten über die Standorte und den Zustand von Mehlschwalbenkolonien in den verschiedenen Regionen der Schweiz vor, obwohl die Mehlschwalbe in unmittelbarer Nähe von Menschen lebt. Deshalb möchten wir versuchen, alle Kolonien mit 10 oder mehr Brutpaaren zu erfassen. Dieses Ziel könnte für den einen oder andern Atlasquadrat-Verantwortlichen eine grössere Herausforderung darstellen. Deshalb sollte man versuchen, möglichst viele Hobbyornithologen und Naturinteressierte (z.B. einen Natur- und Vogelschutzverein) in der Region als Helfer zu gewinnen und schon bestehendes Wissen abzuholen.

Darstellung von intakten Nestern, Nestresten bzw. beschädigten Nestern und Nestern im Bau

Darstellung von intakten Nestern, Nestresten bzw. beschädigten Nestern und Nestern im Bau
Foto: © delichon.ch

Die Nester befinden sich bevorzugt unter Dachvorsprüngen, Balkonen und Fenstersimsen an Aussenfassaden von Wohnhäusern, Lagerhäusern und Scheunen/Bauernhöfen. Die beste Zeit für die Zählung ist von Ende Mai bis Mitte August, am besten in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag. Über Mittag ist die Aktivität der Mehlschwalben geringer und die Anzahl besetzter Nester wird dann eher unterschätzt. Alle Siedlungen müssen nach Mehlschwalbennestern abgesucht werden.

Für den Atlas haben wir eine Kolonie so definiert, dass sich alle Nester am selben Gebäude befinden sollten. Diese Definition ist bezüglich der Biologie der Art zwar nicht ganz zufriedenstellend, aber einfach zu handhaben. In speziellen Fällen können auch zwei benachbarte Häuser als Kolonie bezeichnet werden, wenn ein offensichtlicher Zusammenhang besteht. In diesem Fall wären wir um eine entsprechende Bemerkung dankbar. Sollten in einem Weiler überall einige Mehlschwalbennester zu finden und dadurch die Eingabe über ornitho.ch etwas mühsam sein, kann ausnahmsweise auch eine Meldung über das ganze Kilometerquadrat gemacht werden. Auch hier sind wir wiederum froh um erklärende Hinweise in den Bemerkungen.

Datenerfassung von Kolonien

Mehlschwalben beim Sammeln von Nistmaterial

Mehlschwalben beim Sammeln von Nistmaterial
Foto: © Christian Fosserat

Bei einer gefundenen Kolonie sollen Sie sich die Adresse des Gebäudes oder den genauen Ort (für punktgenaues Melden) notieren. Achten Sie darauf, wie viele Kunst- bzw. Naturnester besetzt oder unbesetzt sind und wie viele Nester noch im Bau oder beschädigt sind. In ornitho.ch öffnet sich ein spezielles Koloniebrütermodul, sobald eine Mehlschwalbenmeldung mit einem Atlascode von mindestens 4 gemacht wird (ausser die Meldung stammt von einem Tagesblatt). Hier können Sie die detaillierten Angaben zur Kolonie erfassen. Bitte benutzen Sie das Bemerkungsfeld nur, wenn sich die Angaben nicht im eigens vorgesehenen Koloniebrütermodul eingeben lassen.

Kontaktadressen

Für spezielle Fragen zur Mehlschwalbe können Sie Stephanie Michler per E-Mail oder telefonisch (041 462 97 86) kontaktieren. Für Fragen zum Atlas können Sie sich ans Atlasteam wenden.