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Heidelerche

Lebensraum

Lebensraum der Heidelerche im Jura am Chasseral

Lebensraum der Heidelerche im Jura am Chasseral
Foto: © Anatole Gerber

Bezüglich des Lebensraums sind drei Faktoren für das Vorkommen der Heidelerche entscheidend: (1) wasserdurchlässige und schnell trocknende Böden (keine Staunässe); (2) Angebot an niedrigwüchsiger und unregelmässiger, vor allem lückiger Vegetationsstruktur; (3) halboffene, strukturreiche Landschaft mit einem Angebot an Singwarten und/oder Einzelbäumen oder Bäumen am Waldrand; an vielen besetzten Standorten ist die Horizontlinie weit entfernt.

Diese Bedingungen können eine Vielzahl verschiedener Lebensräume erfüllen, sowohl Rebberge im Wallis wie auch grosse Kiesgrubenareale oder grossflächige, extensive Weiden im Jura.

Beobachtungshinweise

Lebensraum der Heidelerche im Schaffhauser Randen

Lebensraum der Heidelerche im Schaffhauser Randen
Foto: © Michael Widmer

Lebensraum der Heidelerche im Wallis

Lebensraum der Heidelerche im Wallis
Foto: © Alain Jacot

Die beste Zeit für Bestandskartierungen ist die Zeit zwischen Anfang März und dem 20. April. Erste Sänger können bereits Ende Februar eintreffen, im Jura etwas später, sobald erste Bereiche schneefrei sind. Im März findet der Durchzug statt, wobei einzelne Durchzügler auch singen können. Zwischen Mitte März und Mitte April ist die Gesangsaktivität am höchsten. Damit keine Durchzügler miterfasst werden, zählen für den Atlas erst Meldungen ab dem 1. April. Feldbegehungen vor diesem Datumslimit sind aber durchaus nützlich. Um für den Atlas berücksichtigt zu werden, muss allerdings ein früh entdecktes Revier entweder später in der Saison (d.h. ab dem 1. April) oder durch Meldungen mit einem hohen Atlascode (d.h. grösser als 7) bestätigt werden.

Singende Heidelerche auf einer Singwarte

Singende Heidelerche auf einer Singwarte
Foto: © Alain Saunier

So lange die Männchen unverpaart sind, singen sie zum Teil sehr intensiv vor allem in der ersten Tageshälfte. Zum Teil herrscht auch gute Gesangsaktivität bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt. Allerdings wird der wellenförmige Singflug weniger bei sehr tiefen Temperaturen geäussert, weshalb Frühexkursionen (vor 8 Uhr) an kalten Tagen nicht nötig sind. Bei starkem Wind singen die Männchen weniger.

Nach der Verpaarung nimmt die Gesangsaktivität deutlich ab; man sieht die Paare dann bei der Nahrungssuche häufig zusammen oder das Männchen, welches das Weibchen während der Suche von Nistmaterial bewacht. Vermehrt wird Gesang nun von Singwarten und immer weniger im Flug vorgetragen. Zwischen Ende April und Juni ist die Gesangsaktivität deutlich geringer als im März und April.

Nach Mitte April ist die Kenntnis des Rufes sehr wichtig. Oft fliegen die Vögel rufend vorbei oder vom Boden los.

Stimme

Heidelerche im Flug

Heidelerche im Flug
Foto: © Joël Bruezière

Der melancholische Gesang besteht aus einer gefälligen Reihe wiederholter Jodelmotive (vgl. auch zweites Beispiel). Der Flugruf ist ein weich flötendes Jodeln und klingt wie „didlui“, ohne den rollenden Ton der Feldlerche (vgl. auch zweites Beispiel). Der Ruf am Boden ist ähnlich wie der Flugruf und wird beispielsweise vom Weibchen am Boden vor der Eiablage oder der Bebrütung geäussert. Weitere Beispiele finden sich auf xeno-canto.org.

 

Kontaktadressen

Für spezielle Fragen zur Heidelerche können Sie Alain Jacot per E-Mail oder telefonisch (079 77 44 262) kontaktieren. Für Fragen zum Atlas können Sie sich ans Atlasteam wenden.