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Haselhuhn

Lebensweise und Habitat

Haselhuhn

Haselhuhn
Foto: © Niklaus Zbinden

Das Haselhuhn gilt wegen seiner heimlichen Lebensweise und der nicht auffälligen Lautäusserungen als eine besondere schwierig nachweisbare Art. Es bewohnt stark strukturierte, grosse Wälder, die mit ihrer Strauch- und Krautschicht sein ausgeprägtes Deckungsbedürfnis befriedigen. Das Vorkommen von Weichholzarten (v.a. Birke, Hasel, Weiden, Vogel- und Mehlbeere), deren Kätzchen, Knospen und Triebspitzen bei Schneelage als alleinige Nahrung dienen, ist entscheidend. Das Haselhuhn meidet artenarme einschichtige Wirtschaftswälder und homogene dichte Waldbestände.

Die Paare sind sehr standorttreu und bewohnen ganzjährig ein Revier. Die Paarbildung findet im Herbst statt. Zur Markierung der Reviere lassen die Hähne meist von einer erhöhten Stelle aus ein feines, nur etwa 100 m weit zu hörendes, hohes Pfeifen vernehmen. Weil die Reviere vielfach nicht dicht nebeneinander liegen, ist allerdings die Rufaktivität auch in der Hauptbalzzeit zwischen März und Mai meist nur schwach.

Stimme

Optimaler Lebensraum

Optimaler Lebensraum
Foto: © Niklaus Zbinden

Der Gesang des Haselhuhns ist hier zu hören. Weitere Beispiele finden sich auf xeno-canto.org.

Weitere Hinweise für die Anwesenheit des Haselhuhns

Vielfach ist der Nachweis des Vorkommens des Haselhuhns durch den Fund von Kot oder Federn leichter zu erbringen. Für das Auffinden von Winterkot hat sich folgende Methode bewährt: Man wartet im Frühjahr, bis die Schneeschmelze weit fortgeschritten, der grösste Teil des Bodens aber noch schneebedeckt ist. Der Kot ist in dieser Zeit auf Schnee relativ gut sichtbar, insbesondere die grossen Ansammlungen, die aus den im Winter angelegten Schneehöhlen stammen. Kotproben sollen gesammelt und getrocknet werden und danach der Vogelwarte geschickt werden.

Federn des Haselhuhns

Federn des Haselhuhns
Foto: © Niklaus Zbinden

Wenn Zweifel bestehen, ob das Gebiet zur Brutzeit wirklich besetzt ist, und wenn in den Gebieten mit konzentrierten Kotfunden keine Sichtbeobachtungen gelingen, bringt möglicherweise die Suche von Mauserfedern im Sommer die Bestätigung. Dabei werden gezielt Stellen mit offenem Boden aufgesucht, wo das Haselhuhn (wie die anderen Hühnervögel) gerne Staubbäder nimmt. Staubbadestellen befinden sich besonders häufig an Wegböschungen oder bei Wurzeltellern umgestürzter Bäume. In den Mulden, manchmal vom feinen Material verdeckt, oder in unmittelbarer Nähe der Staubbadestellen findet man regelmässig Federn. Diese sollen im Zweifelsfall eingesammelt und zur Bestätigung der Bestimmung an die Vogelwarte gesandt werden.

Spuren des Haselhuhns

Spuren des Haselhuhns
Foto: © Niklaus Zbinden

Bei günstigen Schneeverhältnissen findet man gelegentlich auch Spuren des Haselhuhns mit der für alle Raufusshühner charakteristischen Form der Trittsiegel. Die seitlichen Zehen der je nach Beschaffenheit des Schnees 4,5–6 cm langen Abdrücke sind sehr stark abgepreizt. Eine Bestimmung ist nur dann möglich, wenn die Fussspuren mit Grössenvergleich fotografiert werden.

Kontaktadressen

Für spezielle Fragen zum Haselhuhn können Sie E-Mail per E-Mail oder telefonisch (041 462 97 41) kontaktieren. Für Fragen zum Atlas können Sie sich ans Atlasteam wenden.

Zusatzinformationen

Indirekte Hinweise von Raufusshühnern und Steinhuhn

Indirekte Hinweise von Raufusshühnern und Steinhuhn

Kot- und Federfunde können gute Hinweise auf das Vorkommen von Hühnervögeln geben.
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