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Günstige Zeit für Habicht, Heidelerche und Schleiereule (02.04.2015)

Schleiereule

Schleiereule
Foto: © Rudolf Aeschlimann

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Seit dem 1. April kann eine Reihe weiterer Arten für den Atlas gezählt werden. Dazu gehören unter anderem alle Hühnervögel und der Habicht. Beim Habicht weist die Verbreitungskarte nach wie vor grössere Lücken auf. Seine Balz- und Territorialflüge, oft mit abgespreizten, leuchtend weissen Unterschwanzdecken, sind von weitem gut zu sehen. Im Horstbereich stösst er zuweilen einen lauten, gackernden Ruf aus. Warnrufe von Krähen und weiteren Arten, Rupfplätze und Mauserfedern können gute Hinweise auf die Anwesenheit eines Habichts geben.

Auch bei der Heidelerche ist die erste Aprilhälfte die beste Zeit für Bestandserfassungen. So lange die Männchen unverpaart sind, singen sie zum Teil sehr intensiv, vor allem in der ersten Tageshälfte. Nach Mitte April ist die Kenntnis des Rufes sehr wichtig. Oft fliegen die Vögel rufend vorbei oder vom Boden los. Machen Sie erfolglose Kontrollen, so sind auch „Negativmeldungen“ mit Atlascode 99 für uns hilfreich.

Unter den weiteren Arten, die ab April erfasst werden können, finden sich Schleiereule, Steinkauz, Eisvogel, Blaumerle, Bartmeise und Alpenkrähe. Bei der Schleiereule deutet sich eine bessere Saison an als die ersten beiden Atlasjahre. Oftmals können Landwirte erste Hinweise auf potenzielle Brutplätze geben. Zudem sollen mögliche Einflüge an Gebäuden (z.B. Luken) auf Kotspuren und darunter liegende Gewölle kontrolliert werden. Die kreischenden und fauchenden Rufe der Schleiereule sind weithin zu hören.

Ferner möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass bei verschiedenen Eulenarten wie Waldohreule, Raufusskauz, Sperlingskauz und Uhu die Chancen für Nachweise nach wie vor recht gut sind. Derzeit bietet sich die gute Gelegenheit, Nester und Kolonien von Graureiher und Saatkrähe aufzuspüren. Auch bei baumbrütenden Dohlen ist der Zeitpunkt vor dem Laubaustrieb günstig. Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie die 2013–2014 gefundenen Kolonien dieser drei Arten im Sinne einer Langfristüberwachung auch dieses Jahr kontrollieren.

Übrigens: In der Atlasbörse sind noch einige Kilometerquadrate zu haben. Wenn Sie 2015 über freie Kapazitäten verfügen, finden Sie hier die Übersicht über die Atlasquadrate mit noch nicht kartierten Kilometerquadraten. In der Detailansicht kann die Feldkarte mit der vorgegebenen Route konsultiert werden und man kann sich für ein Kilometerquadrat verbindlich einschreiben.

Wir wünschen Ihnen schöne Entdeckungen und erfolgreiche Exkursionen!

PS: Für die beiden Atlascamps (Kartier- und Beobachtungswochenenden) in Château-d‘Oex VD (12.–14. Juni) und in Trun – Sumvitg GR (19.–21. Juni) gibt es noch wenige freie Plätze. Die Zahl der verfügbaren Plätze ist beschränkt – warten Sie daher nicht zu lange mit Ihrer Anmeldung.