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Günstige Zeit für Wespenbussard, Baumfalke und Waldohreule (20.05.2016)

Baumfalke

Baumfalke
Foto: © Rudolf Aeschlimann

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

In den tiefen Lagen sollte in nächster Zeit der dritte und letzte Kartierungsrundgang durchgeführt werden. Wann es dazu einen geeigneten Zeitpunkt gibt, erfahren Sie in der Wetterprognose mit den Vorhersagen für das Wochenende.

Seit dem 15. Mai können auch weitere Arten für den Brutvogelatlas gezählt werden: Wespenbussard, Baumfalke, Kleines Sumpfhuhn, Zwergsumpfhuhn, Turteltaube, Rotsterniges Blaukehlchen, Feldschwirl, Drosselrohrsänger, Gelbspötter, Orpheusspötter, Neuntöter und Ortolan. Seit heute kommen folgende Arten hinzu: Zwergdommel, Brachpieper, Schafstelze, Braunkehlchen, Sumpfrohrsänger, Sperbergrasmücke und Karmingimpel. Die letzte Art ist der Wachtelkönig, für den ab dem 25. Mai ein Atlascode gesetzt werden kann.

Derzeit ist der Zeitpunkt günstig für die Suche von folgenden Arten (Auswahl):

  • Der Wespenbussard trifft um Mitte Mai im Brutgebiet ein. Die Brutvögel verpaaren sich umgehend und beginnen rasch mit dem Nestbau. Vögel, die deutlich gerichtet fliegen und bei denen der Verdacht besteht, dass sie sich noch auf dem Zug befinden, dürfen höchstens mit Atlascode 1 notiert werden und zählen keinesfalls für den Atlas. Bis mindestens Ende Mai ist noch mit einzelnen solchen Durchzüglern zu rechnen. Charakteristisch für diese Art ist der wenige Sekunden dauernde „Schmetterlingsflug“. Dieser Balzflug ist auch auf grosse Distanz auffällig und wird nur von dieser Art gezeigt.
  • Der Baumfalke nistet auf hohen Bäumen in Feldgehölzen und Wäldern, oft in der Nähe von Feuchtgebieten. Die Flugspiele, Balzflüge und Rufreihen in der Umgebung des zukünftigen Horstbereichs können sehr auffällig sein. Nach der Balz bis zur Nestlingszeit ist die Art recht unauffällig.
  • Die Waldohreule lässt sich am einfachsten mittels der fiependen Bettelrufe der Jungvögel nachweisen. Diese betteln ab der Abenddämmerung laut und mehr oder weniger ununterbrochen die ganze Nacht. Geeignete Lebensräume können am einfachsten mit dem Fahrrad abgesucht werden. Dabei sollte alle 700 m ein Hörstopp von 2–3 min eingeschaltet werden.
  • In letzter Zeit gelangen in Teilen des Mittellands, der Voralpen und des Juras einige Beobachtungen von Erlenzeisig und Fichtenkreuzschnabel. Es kann sich also in den nächsten Tagen und Wochen lohnen, vermehrt nach den beiden Arten Ausschau zu halten.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und schöne Entdeckungen!