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Günstige Zeit für Wespenbussard, Baumfalke und Dohle (13.05.2015)

Wespenbussard-Weibchen

Wespenbussard-Weibchen
Foto: © Joël Bruezière

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Wetterprognosen mit den Vorhersagen fürs Wochenende folgen bereits heute, da viele Mitarbeitenden nach Auffahrt die „Brücke“ machen. Für jene, die in der Schweiz das verlängerte Wochenende verbringen, lohnt sich ein Blick auf das Menü „Vergleichskarten“ auf ornitho.ch. Mit einem Klick auf das entsprechende Atlasquadrat und danach auf „Brutzeitnachweise (provisorische Darstellung)“ lässt sich die Liste der bislang noch nicht bestätigten Arten abrufen. Solche Arten sind rot markiert (grün gefärbt sind neu nachgewiesene Arten). In einigen Quadraten fehlen noch Arten, die eher leicht nachzuweisen sein sollten, wie Heckenbraunelle, Alpenbraunelle, Wasseramsel oder Haubenmeise. Wir sind allen dankbar, die auch ausserhalb des eigenen Gebiets solche Arten für den Atlas suchen.

Ab dem 15. Mai können folgende Arten für den Brutvogelatlas gezählt werden: Wespenbussard, Baumfalke, Kleines Sumpfhuhn, Zwergsumpfhuhn, Turteltaube, Rotsterniges Blaukehlchen, Feldschwirl, Drosselrohrsänger, Gelbspötter, Orpheusspötter, Neuntöter und Ortolan.

Ab diesem Datum ist auch der Zeitpunkt günstig für die Suche von folgenden Arten (Auswahl):

  • Der Wespenbussard trifft um Mitte Mai im Brutgebiet ein. Die Brutvögel verpaaren sich umgehend und beginnen rasch mit dem Nestbau. Vögel, die deutlich gerichtet fliegen und bei denen der Verdacht besteht, dass sie sich noch auf dem Zug befinden, dürfen höchstens mit Atlascode 1 notiert werden und zählen keinesfalls für den Atlas. Bis mindestens Ende Mai ist noch mit einzelnen solchen Durchzüglern zu rechnen. Charakteristisch für diese Art ist der wenige Sekunden dauernde „Schmetterlingsflug“. Dieser Balzflug ist auch auf grosse Distanz auffällig und wird nur von dieser Art gezeigt.
  • Der Baumfalke nistet auf hohen Bäumen in Feldgehölzen und Wäldern, oft in der Nähe von Feuchtgebieten. Die Flugspiele, Balzflüge und Rufreihen in der Umgebung des zukünftigen Horstbereichs können sehr auffällig sein. Nach der Balz bis zur Nestlingszeit ist die Art recht unauffällig.
  • In Wäldern bildet die Dohle eher kleinere Kolonien, meist sind es auch nur Einzelpaare. Jetzt ist der Moment günstig, um mittels der Beobachtung futtertragender Altvögel im umliegenden Kulturland (frisch geschnittene Wiesen, kürzlich geackerte Äcker; Rabenvogeltrupps absuchen!) Brutnachweise zu erbringen. Die Flugrichtung kann einen Hinweis auf den vermuteten Brutplatz geben.

Wir wünschen Ihnen viele schöne Beobachtungen!