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Günstige Zeit für Wachtelkönig, Waldohreule, Sumpfrohrsänger und weitere Arten (13.06.2014)

Ästling der Waldohreule

Ästling der Waldohreule
Foto: © Ralf und Gordana Kistowski

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die guten Wetterbedingungen in diesem Jahr sollten es erlauben, demnächst auch die Kartierungen in den mittleren Lagen abzuschliessen. Somit bleiben nur noch Kartierungen in den alpinen Lagen zu machen. Sollte jemand Lust haben, noch kurzfristig ein solches alpines Kilometerquadrat mit 2 Rundgängen zu kartieren, kann man sich gerne bei uns melden.

Für den Workshop „Terrimap online“, der am 5. Juli in Sempach stattfindet, kann man sich immer noch anmelden. Sie finden die detaillierte Ausschreibung und das Anmeldeformular unter diesem Link. Weitere Anmeldungen nehmen wir gerne entgegen.

Mittlerweile sind bereits viele selbstständige Jungvögel unterwegs. Einige Arten unternehmen jetzt auch Vertikalwanderungen, beispielsweise Drosseln, Wasseramseln oder Gebirgsstelzen. Wenn Sie also plötzlich solche Arten in Gebieten antreffen, wo vorher keine Beobachtungen gelangen, ist unter Umständen eine Zurückhaltung bei der Vergabe des Atlascodes angezeigt.

Gegenwärtig ist der Zeitpunkt günstig für die Suche von folgenden Arten (Auswahl):

  • Der Wachtelkönig brütet in vielfältigen, extensiv genutzten Mähwiesen. Der hölzern schnarrende Doppellaut „ärrp-ärrp“ ist vor allem nachts zwischen 22 und 6 Uhr zu hören, die Hauptrufzeit liegt zwischen 23 und 3 Uhr. Bitte machen Sie die Meldungen möglichst punktgenau. So kann der SVS/BirdLife Schweiz eingreifen und das Gespräch mit den zuständigen Bewirtschaftern suchen.
  • Beim Mornellregenpfeifer gelangen 2012 und 2013 der 3.–5. Brutnachweis, alle in Graubünden. Eine Zusammenstellung der Bruten ist kürzlich im „Ornithologischen Beobachter“ erschienen und kann hier heruntergeladen werden. Als Habitat kommen flache oder sanft geneigte, kurzrasige Steinschuttfluren und Wiesenflächen in einer Höhenlage zwischen 2000 und 3000 m ü.M. in Frage. Um mögliche Brutvögel zu entdecken, sollte ein erster Kontrollgang um den 20. Juni stattfinden.
  • Die Balz der Waldschnepfe ist vor allem in mittleren und höheren Lagen immer noch im Gang. Sie dauert derzeit an guten Stellen von 20.30 bis 22.35 Uhr. Optimal ist es, wenn Sie früher kontrollierte Stelle einige Wochen später nochmals aufsuchen, egal ob Sie die Art beim ersten Mal nachgewiesen haben oder nicht.
  • Die Waldohreule lässt sich am einfachsten mittels der Bettelrufe der Jungvögel nachweisen. Diese betteln ab der Abenddämmerung laut und mehr oder weniger ununterbrochen die ganze Nacht. Geeignete Lebensräume können im Juni und Juli am einfachsten mit dem Fahrrad abgesucht werden. Dabei sollte alle 700 m ein Hörstopp von 2–3 min eingeschaltet werden.
  • Die Mehlschwalbe gehört wie der Mauersegler zu den Koloniebrütern in Siedlungen, von denen pro Atlasquadrat alle Kolonien mit mindestens 10 Paaren möglichst vollständig erfasst werden sollten. Bis Mitte August können Siedlungen, Weiler und Bauernhöfe nach Nestern abgesucht werden. Die beste Zeit für die Zählung ist in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag.
  • Der Sumpfrohrsänger brütet entlang von Gräben, Fliessgewässern und Seeufern, abseits des Wassers auch in üppiger Hochstaudenvegetation und in Kiesgruben. In den Bergen kann der abwechslungsreiche, imitationsreiche Gesang stellenweise bis in Höhen über 2000 m vernommen werden. Die höchste Gesangsaktivität liegt vor und nach der Morgendämmerung.
  • Der Karmingimpel kommt hauptsächlich in Lagen zwischen 1000 und 1600 m vor und bevorzugt halboffene, mit Buschbeständen durchsetzte Landschaften in der Nähe von Gewässern, Mooren oder Feuchtwiesen. Der Gesang, eine weiche Flötenstrophe aus einigen rhythmisch verbundenen Silben, ist besonders morgens bis am späten Vormittag und abends zu hören.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und schöne Entdeckungen!