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Günstige Zeit für Turteltaube, Waldohreule und Feldschwirl (22.05.2015)

Ästling der Waldohreule

Ästling der Waldohreule
Foto: © Marc Kéry

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

In den tiefen Lagen sollte in nächster Zeit der dritte und letzte Kartierungsrundgang durchgeführt werden – wenn er nicht bereits gemacht worden ist. Wann es dazu einen geeigneten Zeitpunkt gibt, erfahren Sie in der Wetterprognose mit den Vorhersagen für das verlängerte Wochenende. Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie uns danach die Feldkarten möglichst bald zum Scannen senden und mit der Digitalisierung auf „Terrimap online“ beginnen. Wir bitten alle, diese Auswertung bis zum 1. August zu beenden, damit wir die Ergebnisse kontrollieren können. Kürzlich haben wir den Workshop für „Terrimap online“ angekündigt, der am 4. Juli in Sempach stattfindet. Sie finden die detaillierte Ausschreibung und das Anmeldeformular unter diesem Link. Weitere Anmeldungen nehmen wir gerne entgegen.

Seit dem 20. Mai können weitere Arten für den Brutvogelatlas gezählt werden: Zwergdommel, Brachpieper, Schafstelze, Braunkehlchen, Sumpfrohrsänger, Sperbergrasmücke und Karmingimpel. Die letzte Art ist der Wachtelkönig, für den ab dem 25. Mai ein Atlascode gesetzt werden kann.

Momentan ist der Zeitpunkt günstig für die Suche von folgenden Arten (Auswahl):

  • Die Turteltaube besiedelt bewaldete, warme Tieflagen, mit Vorliebe in Auengebieten, daneben auch in halboffenem, parkartigem Gelände, in Weinbergen oder auf Ödland. Sie ruft oft lange Zeit, vor allem auch in der Dämmerung. Von Feldern abfliegende Vögel ergeben meist gute Hinweise auf Brutstandorte. Vorsicht ist allerdings geboten mit Nachzüglern und umherstreifenden Nichtbrütern, die bis im Juni auftreten können.
  • Die Waldohreule lässt sich am einfachsten mittels der fiependen Bettelrufe der Jungvögel nachweisen. Diese betteln ab der Abenddämmerung laut und mehr oder weniger ununterbrochen die ganze Nacht. Geeignete Lebensräume können am einfachsten mit dem Fahrrad abgesucht werden. Dabei sollte alle 700 m ein Hörstopp von 2–3 min eingeschaltet werden.
  • Der Feldschwirl brütet in Feuchtgebieten, auf leicht verbuschten Halbtrockenrasen, in Waldschneisen und -lichtungen oder an Rändern feuchter Wälder und in jungen Pappelkulturen, selten auch in Buntbrachen. Der Gesang, ein eintöniges mechanisches Schwirren, ist leicht mit dem Zirpen einer Grille oder Heuschrecke zu verwechseln. Durchzügler können bis Mitte Juni auftreten, weshalb einmalige Beobachtungen möglichst im Abstand von mindestens einer Woche bestätigt werden sollten.

Bitte beachten Sie ausserdem, dass wir für Nachweise ausserhalb des bekannten Brutareals gerne etwas konkretere Bruthinweise hätten. Beispielsweise kann der Schwarzmilan an manchen Stellen im Alpenraum bis weit in die Brutzeit hinein festgestellt werden. Ohne Hinweis auf eine wahrscheinliche Brut in der Umgebung würden solche Beobachtungen unter Umständen bei der Schlussbereinigung weggelassen werden, wie das auch schon beim Atlas 1993–1996 gemacht worden ist. Dasselbe gilt auch für andere Arten (z.B. Turteltaube, Gelbspötter, Fitis, Trauerschnäpper, Pirol). Daher sind wir Ihnen in diesen Fällen dankbar, wenn Sie möglichst versuchen, den Standort in der Folge genauer zu überwachen.

Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und wünschen Ihnen weiterhin spannende Entdeckungen!