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Günstige Zeit für Habicht, Heidelerche und Schleiereule (04.04.2014)

Habicht

Habicht
Foto: © Jari Peltomäki

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Seit dem 1. April kann eine Reihe weiterer Arten für den Atlas gezählt werden. Dazu gehören unter anderem alle Hühnervögel und der Habicht. Bei den Arthinweisen finden Sie Tipps zur Suche des Haselhuhns sowie Angaben zu indirekten Hinweisen von Raufusshühnern und Steinhuhn (v.a. Kot- und Federfunde). Beim Habicht sind die Balz- und Territorialflüge, oft mit abgespreizten, leuchtend weissen Unterschwanzdecken, von weitem gut zu sehen. Im Horstbereich stösst er zuweilen einen lauten, gackernden Ruf aus. Der Habicht kreist zur Brutzeit manchmal hoch über dem Revier und ist oft noch in der späten Dämmerung auf dem Jagdflug. Warnrufe von Krähen und weiteren Arten, Rupfplätze und Mauserfedern können gute Hinweise auf die Anwesenheit eines Habichts geben.

Auch bei der Heidelerche ist die erste Aprilhälfte die beste Zeit für Bestandserfassungen. So lange die Männchen unverpaart sind, singen sie zum Teil sehr intensiv, vor allem in der ersten Tageshälfte. Nach Mitte April ist die Kenntnis des Rufes sehr wichtig. Oft fliegen die Vögel rufend vorbei oder vom Boden los.

Unter den weiteren Arten, die ab April erfasst werden können, finden sich Schleiereule, Steinkauz, Eisvogel, Blaumerle, Bartmeise und Alpenkrähe. Bei der Schleiereule können Landwirte oftmals erste Hinweise auf potenzielle Brutplätze geben. Zudem sollen mögliche Einflüge an Gebäuden (z.B. Luken) auf Kotspuren und darunter liegende Gewölle kontrolliert werden. Die kreischenden und fauchenden Rufe der Schleiereule sind weithin zu hören.

Auch die Waldschnepfe kann ab sofort gezählt werden. Bereits liegen die ersten Nachweise von balzenden Waldschnepfen in Höhen bis über 1200 m ü.M. vor. Allerdings können auch Durchzügler balzen. Bei im April an ungewöhnlichen Orten (z.B. Mittelland) balzenden Männchen sollten Sie also in den darauffolgenden Wochen nachkontrollieren, ob das Gebiet wirklich besetzt ist.

Wir wünschen Ihnen schöne Entdeckungen und erfolgreiche Exkursionen!

PS: Bitte melden Sie seltene Arten und Koloniebrüter immer möglichst punktgenau. Sie ermöglichen uns dadurch erweiterte Analysen zum Vorkommen dieser Arten. Erläuterungen zum punktgenauen Melden finden Sie hier oder unter http://youtu.be/-s2oYi24Eec. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!