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Günstige Zeit für Baumfalke, Waldschnepfe, Wendehals und weitere Arten (16.05.2014)

Baumfalke

Baumfalke
Foto: © Markus Jenny

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

In den mittleren Lagen sollte nun ebenfalls der zweite Kartierungsrundgang geplant werden. Einige Mitarbeitenden haben die vergangenen Regentage auch dazu benutzt, den ersten Rundgang auf „Terrimap online“ zu digitalisieren. Letzthin haben wir den Workshop für „Terrimap online“ angekündigt, der am 5. Juli in Sempach stattfindet. Sie finden die detaillierte Ausschreibung und das Anmeldeformular unter diesem Link. Weitere Anmeldungen nehmen wir gerne entgegen.

Mit der fortschreitenden Saison können immer mehr Arten für den Brutvogelatlas erfasst werden. Seit dem 10. bzw. 15. Mai sind dies die folgenden Arten: Wespenbussard, Baumfalke, Kleines Sumpfhuhn, Zwergsumpfhuhn, Turteltaube, Zwergohreule, Ziegenmelker, Rotsterniges Blaukehlchen, Feldschwirl, Drosselrohrsänger, Gelbspötter, Orpheusspötter, Gartengrasmücke, Klappergrasmücke, Dorngrasmücke, Grauschnäpper, Pirol, Neuntöter und Ortolan.

Bei diesen Arten wird nun bei sämtlichen Meldungen der Atlascode automatisch verlangt. Bitte geben Sie immer den höchstmöglichen Atlascode an, denn für den Atlas ist der Atlascode zentral. Zudem sind wir Ihnen dankbar, wenn Sie seltene Arten und Koloniebrüter immer möglichst punktgenau melden. Erläuterungen zum punktgenauen Melden finden Sie hier oder auf YouTube.

Momentan ist der Zeitpunkt günstig für die Suche von folgenden Arten (Auswahl):

  • Der Wespenbussard trifft um Mitte Mai im Brutgebiet ein. Die Brutvögel verpaaren sich umgehend und beginnen rasch mit dem Nestbau. Vögel, die deutlich gerichtet fliegen und bei denen der Verdacht besteht, dass sie sich noch auf dem Zug befinden, dürfen höchstens mit Atlascode 1 notiert werden und zählen keinesfalls für den Atlas. Bis mindestens Ende Mai ist noch mit einzelnen solchen Durchzüglern zu rechnen. Charakteristisch für diese Art ist der wenige Sekunden dauernde „Schmetterlingsflug“. Dieser Balzflug ist auch auf grosse Distanz auffällig.
  • Der Baumfalke nistet auf hohen Bäumen in Feldgehölzen und Wäldern, oft in der Nähe von Feuchtgebieten. Die Flugspiele, Balzflüge und Rufreihen in der Umgebung des zukünftigen Horstbereichs können sehr auffällig sein. Nach der Balz bis zur Nestlingszeit ist die Art recht unauffällig.
  • Das Steinhuhn kann von der Talsohle der Alpentäler bis über die Waldgrenze vorkommen, meist an reich strukturierten, steinigen Südhängen. Der wetzende Ruf ist weithin zu hören, aber schwierig zu lokalisieren. Funde von frischem Kot oder Mauserfedern ergeben erste Hinweise.
  • Die Balz der Waldschnepfe dauert derzeit an guten Stellen von 20.25 bis 22.10 Uhr. Setzen Sie sich etwa 45 Minuten vor Beginn der Dunkelheit an einen Waldrand, an den Rand einer Lichtung oder einer Sturmschadenfläche. Dann heisst es horchen und aufmerksam spähen.
  • Die Turteltaube besiedelt bewaldete, warme Tieflagen, mit Vorliebe in Auengebieten, daneben auch in halboffenem, parkartigem Gelände, in Weinbergen oder auf Ödland. Sie ruft oft lange Zeit, vor allem auch in der Dämmerung. Von Feldern abfliegende Vögel ergeben meist gute Hinweise auf Brutstandorte. Vorsicht ist allerdings geboten mit Nachzüglern und umherstreifenden Nichtbrütern, die bis im Juni auftreten können.
  • Der Wendehals bewohnt Parks, Gärten, Hochstamm-Obstgärten, Feldgehölze und lockere Wäldern in sonnigen, warmen Lagen. Männchen und Weibchen rufen oft im Duett, besonders am Vormittag. Der Bettelruf der Jungvögel ist ein sehr typisches, zirpendes oder läutendes „Wiwiwiwiwiwiwi“, das weithin hörbar ist und im Verlauf der Saison immer lauter wird.
  • Der Feldschwirl brütet in Feuchtgebieten, auf leicht verbuschten Halbtrockenrasen, in Waldschneisen und -lichtungen oder an Rändern feuchter Wälder und in jungen Pappelkulturen, selten auch in Buntbrachen. Der Gesang, ein eintöniges mechanisches Schwirren, ist leicht mit dem Zirpen einer Grille oder Heuschrecke zu verwechseln. Durchzügler können bis Mitte Juni auftreten, weshalb einmalige Beobachtungen möglichst im Abstand von mindestens einer Woche bestätigt werden sollten.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und schöne Entdeckungen!