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Gänsesäger

Lebensraum

Balzendes Paar des Gänsesägers

Balzendes Paar des Gänsesägers
Foto: © Dinah Saluz

Der Gänsesäger hat in den letzten Jahrzehnten sein Brutgebiet in der Schweiz stark ausgedehnt. Er brütet sowohl an grossen Seen wie auch an Flüssen, in zunehmendem Masse auch in Städten. Die Nistplätze sind entsprechend variabel: Baumhöhlen, Felsen, Nischen in alten Mauern (z.B. Museggtürme in Luzern), Kamine oder künstliche Nisthilfen. Die Nistplätze können mehrere hundert Meter vom nächsten Gewässer entfernt liegen.

 

Brutbiologische Hinweise

Die Eiablage beginnt Ende März/Anfang April, in Einzelfällen bereits vor Mitte März. Bei einer Brutdauer von 32–35 Tagen können Junge selten bereits in der dritten Aprildekade beobachtet werden. Auf der anderen Seite können Weibchen noch Anfang Juli brüten. Die Männchen verlassen die Brutgewässer in der Regel Ende Mai bis Mitte Juni.

Brutplatz des Gänsesägers am Thunersee

Brutplatz des Gänsesägers am Thunersee
Foto: © Verena Keller

Die Länge der Brutperiode und die Mobilität der Gänsesäger machen eine Bestandserhebung schwierig. Die letzten Wintergäste halten sich noch bis Ende März in der Schweiz auf. In der ersten Aprilhälfte lassen sich viele Brutpaare noch erfassen, obwohl ein Teil der Weibchen zu dieser Zeit schon brüten kann. Gänsesäger sind sehr mobil. Auch Weibchen mit Jungen können in kurzer Zeit grössere Strecken zurücklegen. Um den Bestand genau erfassen zu können, braucht es deshalb koordinierte Zählungen eines ganzen Gewässers am gleichen Tag. Wenn Sie für einen Uferabschnitt eine solche systematische Zählung gemacht haben, geben Sie dies auf ornitho.ch unbedingt in den Bemerkungen ein.

Altersbestimmung

Gänsesäger-Familie

Gänsesäger-Familie
Foto: © Marcel Burkhardt

Die Bestimmung des Alters der Jungen ist nützlich, um verschiedene Weibchen mit Jungen zu unterscheiden. Das Alter der Jungen lässt sich anhand der Grösse der Jungen im Verhältnis zu jener des Weibchens schätzen. Bitte geben Sie diese Angaben in den Bemerkungen ein.

 

 

Beobachtungshinweise

Eine Gänsesäger-Familie bei der Überquerung einer Strasse

Eine Gänsesäger-Familie bei der Überquerung einer Strasse
Foto: © Sebastian Meyer

Beim Gänsesäger ist im Minimum ein Atlascode 7 (= Altvogel sucht einen wahrscheinlichen Nestplatz auf) nötig, damit die Meldung für den Atlas zählt. Die Anwesenheit von Paaren im März kann ein erster Hinweis auf eine spätere Brut sein. Deutliche Hinweise sind Verfolgungs- und Erkundungsflüge von Paaren abseits von Gewässern. Diese finden vor allem am Morgen statt. Einzelne stationäre Männchen ab April sind ebenfalls Hinweise, dass in der Nähe eine Brut im Gang ist. Familien mit frisch geschlüpften Jungen werden oft nur zufällig entdeckt. Da die Jungensterblichkeit in den ersten Tagen hoch sein kann, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Brutnachweises rasch. Es lohnt sich deshalb, Seeufer und Flüsse oft zu begehen. Da Gänsesäger-Familien einfach zu bestimmen sind, kann diese Aufgabe auch von weniger erfahrenen Beobachterinnen und Beobachtern übernommen werden, z.B. von Mitgliedern lokaler Naturschutzvereine.

Kontaktadressen

Für spezielle Fragen zum Gänsesäger können Sie Verena Keller per E-Mail oder telefonisch (041 462 97 20) kontaktieren. Für Fragen zum Atlas können Sie sich ans Atlasteam wenden.