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Einsatz von Lockmitteln

Sperlingskauz

Sperlingskauz
Foto: © Rudolf Aeschlimann

Unter dem Einsatz von Lockmitteln verstehen wir das Abspielen von Gesang, Rufen und Trommelserien von Arten, damit sie eher nachgewiesen werden können. Die technischen Fortschritte ermöglichen es heute allen Atlasmitarbeitenden, Klangattrappen einzusetzen. Dennoch ist diese Nachweismethode aus verschiedenen Gründen nicht unproblematisch, und beim Atlas 1993–1996 wurde sie nur selten eingesetzt.

Auf den Kartierungsrundgängen in den Kilometerquadraten dürfen Lockmittel unter keinen Umständen eingesetzt werden! Sonst werden die Ergebnisse massiv verfälscht und sind nicht mehr vergleichbar.

In den Atlasquadraten kann der Einsatz von Lockmitteln ein effizientes und wirksames Mittel sein, um seltene oder heimliche Arten nachzuweisen. Wir empfehlen aber dringend einen sehr zurückhaltenden Einsatz, denn durch das Abspielen der Stimme oder des Trommelns entstehen für die Vögel Stresssituationen, die überdies auch andere Arten betreffen können. Bitte beachten Sie daher die folgenden Regeln, die für den Einsatz von Lockmitteln gelten:

  • Spielen Sie die Klangattrappe an einem bestimmten Punkt nicht länger als eine halbe Minute ab. Warten Sie danach einige Minuten und versuchen Sie es höchstens noch ein zweites Mal.
  • Halten Sie grössere Distanzen zwischen den Abspielpunkten ein (mindestens 200 m).
  • Nach der akustischen Reaktion oder dem Erscheinen des entsprechenden Vogels ist der Lockmitteleinsatz sofort einzustellen.
  • An Stellen im Atlasquadrat, wo Sie die Art für den Atlas schon nachgewiesen haben, soll auf einen weiteren Lockmitteleinsatz verzichtet werden.