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Dohle

Lebensraum

Besetzter Nistkasten an Hochspannungsmasten

Besetzter Nistkasten an Hochspannungsmasten
Foto: © Stephan Strebel

Dohlenpaar vor einer Nische in einer Mauer

Dohlenpaar vor einer Nische in einer Mauer
Foto: © Joël Bruezière

Rund 60 % des Schweizer Brutbestands der Dohle sind Gebäudebrüter an historischen Bauten, aber auch an Industrieanlagen, Brücken und Hochspannungsmasten und sogar in Schornsteinen, Stützmauern und anderen Konstruktionen. Daneben bezieht die Dohle Baumhöhlen (etwa 25 % der Brutpaare) sowie freistehende Molasse- und Kalkwände (etwa 15 %). Sie nimmt gerne Nistkästen an.

Seit etwa 2000 nimmt der Dohlenbestand zu. Der Anstieg erfolgt nicht nur in bestehenden Kolonien, sondern es werden auch neue Kolonien gegründet. Wo im städtischen Bereich das Futter für die Aufzucht der Jungen mehr und mehr aus weggeworfenen Essensresten besteht, haben die Dohlen aber einen schlechten Bruterfolg.

Erfassung von Baumbruten

Schwarzspechthöhle als Dohlenbrutplatz

Schwarzspechthöhle als Dohlenbrutplatz
Foto: © Markus Blum

In Wäldern sind die Kolonien kleiner, meist sind es auch nur Einzelpaare, und die Dohlen sind weniger ruffreudig. Ihre Fluchtdistanz kann 100 m und mehr betragen. Erste Hinweise auf Dohlenbruten in Wäldern geben Förster, Naturbeobachter und aufmerksame Spaziergänger. Die Anwesenheit des Schwarzspechts und rufende Hohltauben sind weitere Indizien für potenzielle Bruthöhlen. Wo konkrete Hinweise fehlen, lohnt es sich, ein Augenmerk auf Bestände alter Buchen in Waldrandnähe oder an Talhängen zu richten.

Die Flugrichtung von materialtragenden Dohlen geben Hinweise auf vermutete Brutplätze. Am besten lassen sich diese in den Morgenstunden nach Sonnenaufgang zwischen Mitte März und Mitte April lokalisieren. Dann sind die Laubbäume noch kahl und die Dohlen am auffälligsten, wenn sie sich um die besten Bruthöhlen balgen oder Nistmaterial eintragen. Aktivitäten rund um Nisthöhlen lassen sich auch bereits an milden Wintertagen beobachten.

Die Bestimmung der Koloniegrösse gelingt am besten, wenn die Dohlen frühmorgens vom Schlafplatz anfliegen und noch einige Zeit paarweise ruhen. Nicht jede mit Material beflogene Höhle ist einem Paar gleichzusetzen, denn auch einjährige, verpaarte Dohlen nisten bereits ohne zu brüten. Brutnachweise schliesslich gelingen dann ab Mai durch die Beobachtung futtertragender Altvögel.

Datenerfassung von Kolonien

Felsbrutplatz im St. Galler Rheintal

Felsbrutplatz im St. Galler Rheintal
Foto: © Roger Dietsche

Bei einer gefundenen Kolonie sollen Sie sich die Adresse des Gebäudes oder bei Baum- und Felsbruten den genauen Ort (für punktgenaues Melden) notieren. In ornitho.ch öffnet sich ein spezielles Koloniebrütermodul, sobald eine Dohlenmeldung mit einem Atlascode von mindestens 4 gemacht wird (ausser die Meldung stammt von einem Tagesblatt). Hier können Sie die detaillierten Angaben zur Kolonie erfassen. Bitte geben Sie in den entsprechende Bemerkungen an, ob es sich um eine Gebäude-, Baum- oder Felsbrut handelt.

 

Kontaktadressen

Für spezielle Fragen zur Dohle können Sie Christoph Vogel-Baumann per E-Mail oder telefonisch (041 462 97 54) kontaktieren. Für Fragen zum Atlas können Sie sich ans Atlasteam wenden.