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Die Bedeutung des Atlascodes

Fitis

Fitis
Foto: © Mathias Schäf

Die Meldungen während der Brutzeit sind besonders wichtig für die Überwachung unserer Vogelwelt. Die Atlascodes sind dabei ein unerlässlicher Bestandteil. Sie beschreiben auf einfache Art die wichtigsten Verhaltensweisen oder den Brutstatus und geben an, ob eine Brut möglich, wahrscheinlich oder sicher ist. Die Atlascodes erhöhen daher den Wert der Meldungen wesentlich. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Datenauswahl für den Brutvogelatlas 2013–2016.

Wann muss ein Atlascode gesetzt werden?

Ein Atlascode wird für Beobachtungen von in der Schweiz brütenden Arten verlangt, die während der Brutzeit erfolgen. Gemäss einer artspezifisch definierten Periode erscheint dabei nach Eingabe der Meldung auf ornitho.ch eine spezielle Seite. Hier muss nur noch der Atlascode ausgesucht werden, welcher der Beobachtung entspricht (wenn mehrere Möglichkeiten zutreffen, soll der höchste Code gewählt werden). Auf den Tagesblättern erscheint rechts ein entsprechendes Feld, wenn der Atlascode verlangt wird. Nützliche Zusatzinformationen (z.B. Zahl der Sänger) können in den Bemerkungen gemacht werden.

Beachten Sie, dass Meldungen ohne Atlascode oder mit Atlascode 1 für den Atlas „wertlos“ sind, da sie nicht in die Auswertungen einfliessen. Bitte vergeben Sie den Atlascode 1 (Art zur Brutzeit beobachtet) nur, wenn ein Brüten am entsprechenden Ort nicht denkbar ist. Standardmässig sollte daher mindestens Atlascode 2 gesetzt werden (Art zur Brutzeit in einem möglichen Brutbiotop festgestellt).

Ein Atlascode kann wenn nötig auch ausserhalb der vordefinierten Periode vergeben werden (z.B. für einen Nest bauenden Weissstorch Ende März). Dazu muss der entsprechende Atlascode aus dem Menü am Ende der Eingabemaske ausgewählt werden.

Wann soll kein Atlascode gesetzt werden?

Für Meldungen von Arten, die nicht in der Schweiz brüten, muss kein Atlascode vergeben werden. Zudem gelten die Atlascodes weder für Meldungen von Sängern im Herbst noch für solche von offensichtlichen Durchzüglern. Der Fitis ist diesbezüglich ein gutes Beispiel: Er ist ein verbreiteter Durchzügler, aber nur lokaler Brutvogel. Daher soll für einen Sänger Mitte April in einem Stadtpark oder im Mai auf 1600 m in einem Fichtenbestand kein Atlascode gesetzt werden. Dieser Punkt ist besonders wichtig im Zusammenhang mit dem Atlas 2013–2016, den damit soll die Verbreitung der Brutvögel dargestellt werden, ohne dass Durchzügler miteinbezogen werden.

Zurückhaltung mit Atlascodes im Winter!

Für den seit einem Jahr laufenden Brutvogelatlas 2013–2016 sind Meldungen mit Atlascodes von besonderer Bedeutung. Die Atlascodes geben nämlich die entscheidende Information über den Brutstatus einer Art in einem bestimmten Gebiet – insbesondere ob eine Brut möglich, wahrscheinlich oder sicher ist.

Auch im Winter sind immer wieder singende Vögel oder Balzaktivitäten (etwa bei Enten) zu beobachten. Solche Verhaltensweisen sind aber zum jetzigen Zeitpunkt kein starker Hinweis auf eine Brut und können auch ausserhalb der Brutgebiete gezeigt werden. Das Atlasteam bittet daher mit dem Setzen von niedrigen Atlascodes (1–6) bis zum wirklichen Beginn der Brutperiode sehr zurückhaltend zu sein. Der Wortlaut einiger niedriger Atlascodes verweist daher auch explizit auf die Brutzeit (z.B. Atlascode 3: „singendes Männchen während der Brutzeit anwesend…“). Ornitho.ch fordert Sie während der artspezifisch definierten Brutperiode automatisch dazu auf, einen Atlascode zu setzen – Sie müssen sich also nicht für jede Art eine Brutperiode merken. Atlascodes, die einen begründeten Brutverdacht oder gar einen Brutnachweis signalisieren (also Atlascodes ab 7), sollen aber das ganze Jahr über gesetzt werden. Bei derzeit singenden Vögeln kann dies in den Bemerkungen mit dem Stichwort „Sänger“ vermerkt und dokumentiert werden.