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Auftakt zur zweiten Kartiersaison (14.04.2014)

Hohltaube

Hohltaube
Foto: © Rudolf Aeschlimann

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ab morgen kann mit den Kartierungen in den Kilometerquadraten begonnen werden. Angesichts des zeitigen Frühlings ist es wichtig, dass besonders in tiefen Lagen der erste Rundgang möglichst rasch durchgeführt wird. Auch viele Kilometerquadrate in mittleren Lagen sind bereits schneefrei und können kartiert werden. Alle Kartiererinnen und Kartierer sollten ihre Unterlagen inzwischen erhalten haben; sollte das nicht der Fall sein, setzen Sie sich bitte umgehend mit uns in Verbindung. Wenn Sie Feldkarten für ein BDM- oder ein MHB-Quadrat bekommen haben, muss die Kartierung unbedingt in diesem Jahr stattfinden. Sollten Sie plötzlich verhindert sein und die Aufnahmen nicht gemäss den Vorgaben durchführen können, teilen Sie uns dies bitte sofort mit! Wir werden uns dann bemühen, die Kartierungen durch Ersatzleute sicherzustellen. Ihre Sicherheit hat bei den Aufnahmen übrigens immer klar Vorrang. Vermeiden Sie also unnötige Risiken! Bei Zwischenfällen oder im Notfall kontaktieren Sie uns umgehend (Mobile 078 837 32 93).

Ab dem 15. April können viele Arten wieder für den Atlas gezählt werden. Dann wird bei diesen Arten auch der Atlascode bei sämtlichen Meldungen automatisch verlangt. Bitte geben Sie immer den höchst möglichen Atlascode an, denn für den Brutvogelatlas ist der Atlascode zentral. Zu den neu erfassbaren Arten zählen unter anderem:

  • Der Zwergtaucher ist vor allem an Kleingewässern oft recht scheu und unauffällig. Versuchen Sie po-tenzielle Brutbiotope aus einiger Distanz abzusuchen oder verweilen Sie einige Zeit am Gewässer und achten Sie auf die Balztriller.
  • Die Wasserralle bevorzugt dichte Röhricht- und Grossseggenbestände an (Klein-)Gewässern. Die ty-pischen Balzstrophen sind von beiden Geschlechtern zu hören und ertönen vor allem während der Abenddämmerung sowie nachts.
  • Hohltauben bewohnen Wälder, Feldgehölze, Obstgärten und Parks. Der zweisilbige Gesang ist recht weit zu hören. Der Balzflug ist ähnlich jenem anderer Tauben: steiler Steigflug, gefolgt von Herabgleiten in V-förmiger Flügelhaltung. Von Feldern abfliegende Vögel ergeben oft gute Hinweise auf die Brutstandorte.
  • Beim Schwarzkehlchen sollten Bahn- und Strassenböschungen, Kiesgruben und Ödland auf mögliche Vorkommen überprüft werden. Bei dieser Art ist ein minimaler Atlascode von 4 nötig (d.h. Paar in einem geeigneten Brutbiotop beobachtet).
  • Die Weidenmeise kommt in Auen- und Laubwäldern des Mittellandes sowie im Jura vor und ist recht selten. Sie kann von der Alpenmeise nur anhand des Gesangs unterscheiden werden. Im Flachland besteht zudem eine Verwechslungsgefahr mit der Sumpfmeise.
  • Der Gesang des Kernbeissers ist leise und leicht zu überhören. Der typische, harte Ruf „zziik“ ist bei der Arterfassung sehr hilfreich. Mit fortschreitender Brutzeit wird diese in Laub- und Mischwäldern sowie Parks lebende Art immer unauffälliger.
  • Die Zaunammer brütet an trockenen, sonnigen Standorten, oft in Rebbergen. Der klappernde Gesang kann an Berglaubsänger oder Klappergrasmücke erinnern. Der leise, scharfe Kontaktruf „zzii“ gibt gute Hinweise auf diese häufig versteckt lebende Ammer.
  • An trockenen, sonnigen, reicht strukturierten Südhängen kommt die Zippammer vor, auch mitten in Felswänden. Diese unauffällige Art singt oft auch gut getarnt. Der leise, scharfe Kontaktruf „zipp“ ist leicht zu überhören und dem Ruf der Zaunammer ähnlich.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und schöne Entdeckungen!