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Atlassaison in mittleren Lagen im Jura und in den Voralpen

Erlenzeisig

Erlenzeisig
Foto: © Marcel Burkhardt

  • Ende Februar: Wanderfalke und Uhu machen sich jetzt vor ihren Brutfelsen bemerkbar. Auch für zahlreiche Spechtarten ist der Zeitpunkt günstig, besonders für Grau-, Klein- und Dreizehenspecht.
  • März: Graureiher und Dohle beginnen früh mit der Brut; nutzen Sie die Zeit vor dem Laubaustrieb zur Suche von Kolonien und Einzelnestern. In Wäldern kann nachts der Ruf von Sperlingskauz, Waldkauz, Waldohreule und Raufusskauz vernommen werden. Heidelerche, Wasseramsel und Kolkrabe können ebenfalls schon notiert werden.
  • April: Bei den Greifvögeln ist jetzt ein guter Moment für die Suche von Schwarz- und Rotmilan sowie Habicht. An Fliessgewässern kann der Gänsesäger entdeckt werden. In Wäldern besteht die Chance, Haselhuhn, Waldschnepfe und Hohltaube aufzuspüren. Ab Mitte April können Kuckuck, Weidenmeise, Erlenzeisig und Kernbeisser notiert werden. An Südhängen können ab Mitte April Felsenschwalbe sowie Zaun- und Zippammer gesucht werden, in offenen Landschaften Wiesen- und Bergpieper. Ab Ende Monat können auch Baumpieper und Gartenrotschwanz erfasst werden. Der erste Kartierungsrundgang in den Kilometerquadraten soll möglichst bis Anfang Mai erfolgen, wobei die Ausaperung abgewartet werden sollte.
  • Erste Maihälfte: An Fliessgewässern ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Flussregenpfeifer und Flussuferläufer zu entdecken. In den Wäldern können Berg- und Waldlaubsänger sowie Trauerschnäpper notiert werden. Junge Wanderfalken machen sich ab Anfang Mai lautstark an den Brutfelsen bemerkbar. In tieferen Lagen der Atlasquadrate sollten spätestens jetzt zusätzliche Arten des Tieflandes gesucht werden, so Baumfalke, Türkentaube, Kleinspecht, Rauchschwalbe, Schwanz- und Sumpfmeise, Gartenbaumläufer, Feldsperling und Girlitz.
  • Zweite Maihälfte: An Südhängen und in heckenreichen Gebieten besteht die Chance auf den Gesang von Wendehals und Neuntöter, in Wiesengebieten können Braunkehlchen und Sumpfrohrsänger aufgespürt werden. In den Wäldern bzw. der halboffenen Landschaft sind Wespenbussard und Klappergrasmücke zu entdecken. Bis spätestens Ende Mai sollte der zweite Kartierungsrundgang in den Kilometerquadraten stattfinden.
  • Juni: Dieser Monat eignet sich ebenfalls sehr gut, um schwierig zu findende oder spärliche Arten aufzuspüren, so Wachtel, Habicht, Sperber, Wachtelkönig, Wendehals, Sumpfrohrsänger und Neuntöter. Neben noch singenden Vögeln besteht nun zunehmend die Chance, mittels der Beobachtung von Familien oder Junge fütternden Altvögeln sichere Brutnachweise zu erbringen. An den Gewässern treten jetzt Familien verschiedener Entenarten und des Blässhuhns auf. Der dritte und letzte Kartierungsrundgang in den Kilometerquadraten soll bis Ende Juni durchgeführt werden.
  • Juli: Spät abends und nachts kann das Fiepen der jungen Waldohreulen vernommen werden. In Felsregionen kann der Alpensegler auffällig in Erscheinung treten, wobei versucht werden sollte, den Koloniestandort herauszufinden. Reiherentenfamilien treten meist deutlich später in der Saison auf als andere Entenfamilien. Andere Wasservögel wie der Zwergtaucher haben oft noch späte Bruten. Junge Wespenbussarde machen ab Ende Juli auf sich aufmerksam.