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Atlassaison in den höheren Lagen in den Alpen

Schneesperling

Schneesperling
Foto: © Rudolf Aeschlimann

  • März: Der Uhu macht sich jetzt vor den Brutfelsen bemerkbar. Für den Dreizehenspecht ist der Zeitpunkt zur Suche ebenfalls günstig. In Wäldern kann nachts der Ruf von Sperlingskauz, Waldkauz, Waldohreule und Raufusskauz vernommen werden. Auch Wasseramsel und Kolkrabe können schon notiert werden.
  • April: Bei den Greifvögeln ist jetzt ein guter Moment für die Suche von Steinadler und Habicht. In Wäldern besteht die Chance, das Haselhuhn aufzuspüren, ab Mitte April auch Ringdrossel, Alpenmeise, Erlenzeisig, Zitronenzeisig und Alpenbirkenzeisig. Über der Waldgrenze beginnen Alpenschneehuhn, Birkhuhn und Steinhuhn mit der Balz. An Südhängen können Heidelerche und Steinrötel gesucht werden, ab Mitte April auch Felsenschwalbe, Mauerläufer und Zippammer. Ab Ende Monat kann der Kuckuck notiert werden.
  • Erste Maihälfte: In den Wäldern kann nun der Berglaubsänger erfasst werden. In tieferen Lagen der Atlasquadrate können spätestens jetzt zusätzliche Arten des Tieflandes gesucht werden, beispielsweise Kleinspecht, Rauchschwalbe, Schwanz-, Sumpf- und Blaumeise, Gartenbaumläufer, Neuntöter und Girlitz. Bei solchen Arten besteht ein besonderes Interesse, Reviere und Brutnachweise an der aktuellen Verbreitungsgrenze zu ermitteln. Mit dem ersten Kartierungsrundgang in den Kilometerquadraten soll gewartet werden, bis die Ausaperung deutlich fortgeschritten ist. Oberhalb der Waldgrenze erfolgt die erste Kartierung so früh wie möglich, wobei auch hier weite Teile des Quadrates aper sein sollten.
  • Zweite Maihälfte: Nun können Wendehals, Braunkehlchen, Sumpfrohrsänger und Klappergrasmücke aufgespürt werden. In den Hochlagen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Alpenbraunelle, Alpendohle und Schneesperling zu entdecken.
  • Juni: Dieser Monat eignet sich ebenfalls sehr gut zur Suche von schwierig zu findenden Arten, beispielsweise Wachtel, Habicht, Sperber, Wachtelkönig und Karmingimpel. Neben noch singenden Vögeln steigt die Chance, mittels der Beobachtung von Familien oder Junge fütternden Altvögeln sichere Brutnachweise zu erbringen. An den Gewässern treten jetzt Familien verschiedener Entenarten und des Blässhuhns auf, wobei Reiherentenfamilien meist deutlich später in der Saison als andere Entenfamilien erscheinen. Um Mitte Juni sollte der zweite Kartierungsrundgang in den Kilometerquadraten stattfinden. Oberhalb der Waldgrenze (wo nur zwei Rundgänge nötig sind) erfolgt diese Kartierung spätestens bis am 10. Juli.
  • Juli: Spät abends und nachts kann das Fiepen der jungen Waldohreulen vernommen werden. In Felsregionen kann der Alpensegler auffällig in Erscheinung treten, wobei versucht werden sollte, den Koloniestandort herauszufinden. Bis Mitte Monat kann die Suche nach weiteren Arten fortgesetzt werden. Der dritte und letzte Kartierungsrundgang in den Kilometerquadraten soll bis Anfang Juli durchgeführt werden.